Zum Thema „Sportstadt Berlin“ gibt es viele Orte für eine Gesprächsrunde, aber einer ist wohl besonders geeignet, das Vereinshaus des Füchse Berlin Reinickendorf e.V. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sind die Füchse nicht nur bei Handballern im Gespräch.
Der Tegeler Gespräch e.V. lud zur 77. Gesprächsrunde mit Grillfest in diesen Sportpark ein.

Mit Michael Müller, regierender Bürgermeister von Berlin a.D. und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags, dem Füchse-Präsidenten Frank Steffel, ebenfalls ehem. Mitglied des Deutschen Bundestags, und Kaweh Niroomand, Volleyballmanager (BR Volleys) und Sprecher der Initiative „Berliner Profivereine“ wurde viel diskutiert.
Alle 3 waren sich einig: vor allem sollte Berlin Ziele haben und wollen, die realistisch, aber auch zukunftsweisend sind und deren Umsetzung konsequent verfolgen.
Michael Müller sieht die Sportmetropole mit vielen erstklassigen Mannschaften und Einzelsportlern. Auch hier müssen die Schwerpunkte ausgebaut und immer im internationalen Wettbewerb gesehen werden. Bei einer Bewerbung Berlins für Olympia, aber auch EXPO oder IBA, müssen die damit für Berlin notwendigen Investitionen in die Infrastruktur als Vorteil gezeigt werden. Um speziell bei der Olympia-Bewerbungen erfolgreich zu sein, muss die Sichtbarkeit für den Spitzensport erkennbar sein, aber auch wie der Breitensport davon profitiert. Es sollte alles transparent gezeigt werden, alles offenlegen – den „Mehrwert für Berlin“ darstellen.
Kaweh Niroomand ging darauf ein, dass die Sportstadt Berlin eine gemeinsame sportliche Perspektive braucht. Er stellte die Frage: „ Kann sich Berlin Olympia leisten?“ mit der Antwort „Wir müssen!“ Die Kosten teilt er in die Orga (die Berlin kann – posiitiv), die Investitionen in die Infrastruktur (notwendig – zum größten Teil sowieso notwendig) und Sicherheit.
„Wir müssen die Menschen erreichen!“, es muss eine Kampagne aufgebaut werden, die die Menschen sehen, positive Emotionen zeigen und die Meinungsträger einbeziehen.
Frank Steffel ergänzte zur Einladung der Jugend der Welt nach Deutschland , besser noch nach Berlin, muss mit dem Konzept der „Nachnutzung“ heute begonnen werden, Nahverkehr, Sportstätten (auch in den Schulen), Wohnungsbau… Berlin braucht das mit und ohne internationale Veranstaltungen.
Von seinem Verein, vom Handball abgeleitet, stellte Frank Steffel, die letzten 20 Jahre als Präsident der Füchse Berlin Reinickendorf e.V. betrachtet, fest, „ein Wunsch – ein Plan – ein Ziel“. Es hat gedauert, aber geschafft, nun beginnt die Arbeit aber immer wieder von Neuem.
Könnte ein Beispiel für andere Vereine, die Wirtschaft oder auch jedem Einzelnen sein.

P.S. Im Juli 2025 wurde Kaweh Niroomand zum ehrenamtlichen Olympiabeauftragten ernannt.